Aktuell

Jubiläums-Lehrgang 25 Jahre Karate in Veitsbronn

Unser Karate-Dôjô Veitsbronn feiert in diesem Jahr sein 25jähriges Bestehen! 1993 von Peter gegründet, hat es sich inzwischen als Sparte in der Leichtathletik-Abteilung des ASV fest etabliert.

Den Geburtstag des Dôjôs nahmen wir als Anlass, mal wieder einen Lehrgang in Veitsbronn auszurichten. Dieser fand dann am 10. November in angenehmer, familiärer Atmosphäre statt und war mit 34 Teilnehmern sowohl aus dem eigenen, als auch von befreundeten Dôjôs sehr gut besucht.

 Als Trainer wurden Thomas Igerst (4. DAN, Veitshöchheim), Dieter Scheuenstuhl (4. DAN, Weihenzell) und Harald Bürger (4. DAN, ASV) engagiert. Diese folgten unserer Einladung sehr gerne und gestalteten drei äußerst unterhaltsame, lehrreiche Trainingseinheiten mit Kihon, Kata und Kumite.

 Harald übernahm die erste Einheit und zeigte die Kata „Junro Godan“. Die darin vorkommenden Karate-Techniken waren zwar weder neu noch besonders schwierig, aber nachdem sowohl der Ablauf der Kata, als auch die darin vorkommenden Kombinationen den Teilnehmern unbekannt waren, waren von Weiß- bis Schwarzgurt alle gefordert.

Die zweite Einheit wurde von Thomas geleitet. Motto hier war der korrekte Einsatz der Hüfte, welche essentiell wichtig für eine starke Karate-Technik ist. Dabei ließ er die einzelnen Kombinationen den Leistungsstufen entsprechend unterschiedlich üben. Der für Außenstehende bestimmt witzig anzusehende, an Pinguine erinnernde Watschelgang hatte, neben dem Spass-Effekt, auch noch eine fördernde Wirkung für den Hüfteinsatz. Große Augen erzielte Thomas dann mit der Demonstration von normalen Grundtechniken in der Anwendung zur Selbstverteidigung.

Das letzte Training übernahm dann Dieter mit dem Thema Kumite. Hierbei wählte er zunächst die Form des Kihon-Ippon-Kumite, um vor allem Timing und Distanz zu trainieren. Auch hob er die unterschiedlichen Zielsetzungen bei den jeweiligen Leistungsstufen heraus. Dies sorgte speziell bei unseren Jugendlichen für den bekannten „Aha“-Effekt. Auf das Kihon-Ippon-Kumite aufbauend folgte dann noch eine etwas freiere Partnerübung. Die Kinder legten nach kurzer Zeit ihre Scheu vor den Erwachsenen ab und waren ganz stolz, mit den „Großen“ trainiert zu haben.

Für sechs Teilnehmer war der Tag aber nach dieser letzten Einheit noch nicht zu Ende. Vor den strengen Blicken

von Harald und Dieter legten sie die Prüfung zur nächst höheren Graduierung ab. An dieser Stelle allen Prüflingen herzlichen Glückwunsch!

Bei gemütlichem Beisammensein im Sportheim Hamesbuck ließen wir den Tag dann entspannt ausklingen.

Großer Dank gilt allen Helfern, die mit Kuchen, Auf- bzw. Abbau usw. zum Gelingen dieser Jubiläumsveranstaltung beitrugen. Auf die nächsten 25 Jahre!

 Bilder vom Lehrgang findet ihr in der Galerie.

 

 

 

Zwei neue DAN-Träger des Karate-Dôjô Veitsbronn

Das Karate-Dôjô Veitsbronn hat zwei neue DAN-Träger!
Am 09. September fand in Oberasbach der traditionelle Sommerlehrgang des Karate Dôjô Shoshin Stein mit dem Chef-Trainer des DJKB (Deutsch-Japanischer-Karate-Bund) Hideo Ochi (9.DAN JKA) statt.
Speziell die Fortgeschrittenen-Gruppe war dabei sehr gut besucht. Selbst aus dem doch etwas entfernt
gelegenen Wangen/Allgäu oder Frankenthal (Rheinland-Pfalz) kamen Sportler, um sich in unserer Kampfkunst weiter fortbilden zu können.
Für zwei Aktive unseres Vereins hatte dieser Lehrgang jedoch eine besondere Bedeutung! Nach einem trainingsintensiven Vorbereitungsjahr traten Matthias und Horst zur Prüfung zum 1. DAN an.
Irgendwo ist es ja das erstrebte Ziel eines jeden Karatekas, irgendwann mal den berühmten Schwarzgurt umbinden zu können.
Der Trainingsinhalt des Lehrgangs war ziemlich auf das Prüfungsprogramm abgestimmt, so dass es für die Prüflinge nochmal eine perfekte Vorbereitung dafür war. Trotzdem war ihnen in den Trainingspausen ihre
Nervosität sichtlich anzumerken. Dies ist jedoch normal. Wie gesagt, der Schwarzgurt ist halt einfach
etwas Besonderes!
Bei der Prüfung selbst durfte, wie üblich, niemand zusehen. Nach Beendigung des Prüfungsprogramms wurde ihre Geduld nochmal auf eine harte Probe gestellt: Sie mussten die Sporthalle verlassen und duschen gehen, da nach ihnen noch die Gruppe zum 2. DAN anstand!
Nach einer endlos erscheinenden Wartezeit, welche doch etwas an den Nerven zehrte, war es dann aber
endlich soweit: Die Ergebnisse wurden bekannt gegeben, alle hatten bestanden!
Sichtlich erleichtert nahmen Matthias und Horst die DAN-Urkunde aus den Händen von Ochi Sensei entgegen.
Noch nicht ganz so weit, aber ebenfalls erfolgreich war unser Paul aus der Jugendgruppe, der die Prüfung
zum 7. Kyu (Orangegurt) ablegte.
Allen Prüflingen an dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch!

Karate-Reise in den Oman

Anfang Februar unternahm ich eine Karate-Reise der etwas außergewöhnlichen Art.
Ich flog in den Oman, um dort am Gasshuku (Trainingslager) der JKA Oman teilzunehmen.
Veranstaltungsort war Nizwa, ca. 160 km von der Hauptstadt Muscat entfernt.
Die Frage, ob man extra in den Oman fliegen muss, um Karate zu trainieren, lässt sich natürlich mit einem klaren „Nein“ beantworten. Trainingsmöglichkeiten gibt es hierzulande bzw. auch im
benachbarten Ausland genug.
Allerdings waren Berichte von Teilnehmern der letzten Jahre, die Möglichkeit, Karate mit einem Kurzurlaub in einer fremden Kultur zu verbinden, und natürlich auch die Aussicht auf Wärme und Sonnenschein die ausschlaggebenden Gründe für meine Entscheidung.

Am Samstag, den 04.02., ging’s dann von Frankfurt über Bahrein nach Muscat. Dort wurden wir
(ich schloss mich einer kleinen Gruppe an, die diese Reise bereits letztes Jahr gemacht hatte) dann vom Flughafen abgeholt und nach Nizwa gefahren.
Nachdem das Training erst Sonntag Abend begann, nutzten die meisten von uns die Zeit tagsüber schon mal für ein Sonnenbad am Hotel-Pool!
Trainer des Lehrgangs war Tatsuya Naka (7. DAN) aus dem JKA-Zentral-Dôjô in Tôkyô, welcher sichtlich überrascht war, mich dort zu sehen.

Das Training selbst war wie immer top und bestand natürlich aus den drei Hauptbereichen des
Karate: Kihon, Kata und Kumite. Allerdings war die Gruppenaufteilung etwas unglücklich gewählt, das soll aber nächstes Jahr geändert und verbessert werden.
Für die ausländischen Gäste (hauptsächlich Deutsche, aber auch zwei Österreicher, ein Franzose und ein Teilnehmer aus Uganda) wurde ein Shuttle-Service vom Hotel zur Sporthalle organisiert.
Das bedeutete zwar immer, sich zusammenquetschen zu müssen, aber bei einer Fahrzeit von 5 Minuten war es noch erträglich.
Die Organisation und Logistik war noch etwas holprig bzw. wies die eine oder andere Schwäche auf, vielleicht muss man sich aber auch einfach nur daran gewöhnen, nicht immer alles aus der
Sicht der deutschen Gründlichkeit zu sehen! Die Veranstalter waren sichtlich bemüht, vor allem
den ausländischen Teilnehmern eine schöne, erlebnisreiche Woche zu bieten.

Der Lehrgang ging von Sonntag bis Donnerstag. Nachdem tagsüber meistens Zeit war, organisierten die Omani für interessierte Gäste noch verschiedene Ausflüge, welche wir dankbar annahmen.
Das letzte Training wurde unter freiem Himmel abgehalten; anschließend gab es dann noch eine zweistündige Abschlusszeremonie, bei der die ganzen einheimischen Würdenträger, der japanische Botschafter und der omanische Sport-Minister anwesend waren.

Nach dem Lehrgang fand dann eine zweitägige Discovery-Tour (gegen Gebühr) statt: Zuerst Canyoning in einer atemberaubenden Landschaft mit anschließender Fahrt in die Wüste, wo wir den Sonnenuntergang bewunderten, grillten und unter freiem Himmel übernachteten. Ein absolut tolles Erlebnis!
Der zweite Tag bestand aus Besichtigungen und Baden in einem natürlichen Becken inmitten einer kargen Landschaft. Anschließend wurden wir zum Flughafen gefahren, wo es dann hieß, Abschied zu nehmen.
Am Sonntagmorgen hatte uns das kalte deutsche Winterwetter wieder! Ein Grund mehr, die gleiche (Karate-)Reise nächstes Jahr wieder zu machen!

 



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